Von der SG zur BSG „Einheit“ Drebkau

20.09.2016 16:09

Am 20.09.1946 fand in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte in Drebkau die Gründung der SG Drebkau statt. Gründungsmitglieder waren: - Erich Kunze – war bis zu seinem Tode als Übungsleiter für die Gymnastikfrauen tätig - Wilhelm Trinks – Leistungsmitglied und langjähriger Kassenwart - Fitz Tschetschorke - langjähriger Sektionsleiter und Spieler Billard - Otto Standke - langjähriger Spieler, Übungsleiter und Schiedsrichter im Fußball - Heinz Förster – Leitungsmitglied - Kurt Neumann – Vater vom ehemaligen Drebkauer Fußballer Klaus „Schnappi“ Neumann**

Als 1946 in Drebkau der Sportverein wieder neu gegründet wurde, war es fast so wie überall nach dem Krieg, man nutzte das, was noch vorhanden war. In Drebkau war es der Sportplatz und die Turnhalle, die den Krieg halbwegs unversehrt überstanden hatten. So etwa in der Reihenfolge entstanden die Sektionen Fußball, Frauengymnastik, Handball, und Volleyball. Später kamen die Kegler und Billardfreunde dazu.

Von der SG zur BSG „Einheit“ Drebkau'BSG Logo'

Anfang der sechziger Jahre hatte die SG Drebkau einen großen Zulauf von neuen Mitgliedern, besonders im Nachwuchsbereich. Das hatte auch damit zu tun, dass an der Schule in Drebkau die Schülerzahlen stetig stiegen. Etwa 1.000 Schüler der Klassen 1-10 besuchten zu dieser Zeit die Drebkauer Schule. Logische Folge war, dass ausreichend interessierte Jungen für die jeweiligen Nachwuchsmannschaften zur Verfügung standen. Dazu kamen zeitweilig sogar vier Männermannschaften. Dieser positive Trend stellte die Verantwortlichen des Sportvereins natürlich auch vor ganz neuen Herausforderungen. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass sich viele Sportfreunde bereit erklärten, ehrenamtlich und unentgeltlich eine Übungsleitertätigkeit aufzunehmen. Zu ihnen gehörten im Verlauf der folgenden Jahre Hans Jürgen Müller, Konrad Standke, Ulli Schönknecht, Eberhard Schneider, Werner Krulick, Heinz Standke, Wilfried Lehmann, Hubert Heinze und andere. Im Männerbereich übernahm der aus Neupetershain gekommene Waldemar Szczepanik für viel Jahre das Zepter. Auch im Schiedsrichterwesen gelang es über die Jahre hinweg, immer wieder Sportsfreunde für die schwarze Zunft zu finden. Stellvertretend seien hier Kurt und Gerd Firmer, Otto und Heinz Standke, Martin Magiera, Konrad Kabus, Thomas Standke, Werner Krulick, Steffen Weise, Hubert Heinze und in der jüngeren Vergangenheit Heiko Heinze, Olaf Kubale und Matthias Branig genannt. Zudem sind Hubert Heinze und Wolfgang Jahns seit vielen Jahren als Funktionäre im Schiedsrichterwesen tätig. Doch zurück in die sechziger Jahre: Große Probleme bereiteten seinerzeit den Verantwortlichen die Transporte der jeweiligen Mannschaften zu ihren Auswärtsspielen. Wie in vielen anderen Vereinen auch, sah man sich gefordert, neue Wege zu beschreiten und Ideen zu entwickeln. Ziel war es, Partner zu finden, um organisatorisch besser aufgestellt zu sein. Natürlich erhoffte man sich, auch die finanziellen Rahmendbedingungen für den Sportverein zu verbessern. Ein Partner sollte das Glaswerk werden, mit der eventuellen Umbennung in „Chemie“ Drebkau. Ander Pläne sahen die Partnerschaft mit der Reichsbahnschule in Drebkau vor, so dass auch der Name „Lok“ Drebkau im Raum stand. Dennoch kamen keine Kooperationsverträge zustande, da die Stammbetriebe und –einrichtungen anderswo ansässig waren. Letztlich ergab es sich so, dass in Zusammenarbeit mit dem „Rat der Stadt Drebkau“ eine Lösung gefunden wurde und Anfang der sechziger Jahre aus der SG Drebkau die BSG „Einheit“ Drebkau wurde. Entsprechend einer Vereinbarung, waren Betriebe und Einrichtungen bereit, entsprechend ihrer Möglichkeiten finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Mit dieser Neuausrichtung wurde der Grundstein für den sportlichen Aufschwung gelegt.

Weitere und umfangreiche Informationenen zur Vereinsgeschichte erhalten Sie in der Chronik "70 Jahre Drebkauer Sport", die zum Jahresende erscheinen wird sowie auf dem Film zum siebzigjährigen Vereinsjubiläum.

Vorherige Nachricht Nächste Nachricht

Unsere Sponsoren