Unerwartet und schön

23.12.2019 14:12

Als ich vor einigen Tagen einmal wieder die Drebkauer Rentner bei ihrem Kegelnachmittag betreuen durfte,kam bei mir viel Freude auf.Zum einen sah ich wieder einige bekannte Gesichter, lernte aber auch neue Sportfreunde kennen,die sich inzwischen der Gruppe angeschlossen haben. Das ist ja nichts besonderes,werden sich manche Leser fragen,stimmt—aber einige Gedanken kann man darüber schon verschwenden. Über viele Jahre kommen diese Senioren beim Kegeln zusammen,sie tun etwas für Körper und Geist und haben außerdem Spaß in anschließender geselliger Runde,wo natürlich immer die „Besten- ermittlung“dazu gehört und der persönliche Ehrgeiz eine Rolle spielt. Interessierte sind immer gern gesehen—einen Versuch ist es doch allemal wert! In meinen letzten Spielberichten konnte ich leider wenig erfreuliches nennen,die „Talfahrt“unserer Mannschaft schien kaum noch aufzuhalten.Nun kamen ausgerechnet die spielstarken Haidemühler (Tabellendritter in der SPN-Kreisliga) am 14.Dezember zum Rückspiel nach Drebkau. Das unsere derzeitigen Besetzungssorgen noch nicht vom Tisch sind,(Petra Biela,Thomas Wesenigk)erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Bekanntlich beginnt aber jeder Wettkampf von vorn und wenn man erfolgreich sein will,muss als erstes die Einstellung stimmen.Davon konnten sich alle überzeugen,die dicht gedrängt im kleinen Vorraum unserer Bahnanlage gespannt das Spiel als Zuschauer oder Aktiver verfolgten. So wurde es dann auch ein spannender und teilweise sogar dramatischer Kampf,wo sich beide Teams nichts schenkten. Im 1.Durchgang setzte Einheit Andreas Handta und Manfred Legler ein. Mit ReneTafelskiund Ute Weiß schickte Haidemühl aber gleich 2 Aktive ins „Rennen“,die für die ersten Punkte der Gäste sorgen sollten, um damit unsere Mannschaft von Beginn an unter Druck zu setzen.Dies gelang aber nur teilweise,da Andreas auf Grund fehlender Wettkampfpraxis noch sehr nervös spielt und seinem Gegner den Sieg und Mannschaftspunkt (MaP) überlassen musste.(1 : 3/436 : 496) Im zweiten Duell hielt“ Manne“seine Kontrahentin auf Distanz und sicherte damit den 1 : 1 Ausgleich n.MaP.Dabei lieferten sich beide einen verbissenen Kampf.In 3 Sätzen lag der „Oldie“jeweils nur 2-3 Kegel vor der Haidemühlerin.Die letzte Bahn musste also die Entscheidung bringen,da zu Beginn der Drebkauer zwar mit 2 : 1 n.SaP führte aber beide nur 2 Holz! bei inzwischen erreichten 384 : 382 Kegel trennten und bekanntlich im Fall des Ausgleichs,die Mehrholz regel gilt.Dazu kam es nicht,Manfred bewies Nervenstärke. (3 : 1/504 : 489) Im Mitteldrittel rang unsere Angela Bortz der „Spitzenkeglerin“Jana Gräfe von den Gästen ein nicht erwartetes 516er Remis nach einem 2 : 2 n.SaP ab und zeigte erneut,welche Qualität sie besitzt und wie sie mit Druck umgehen kann. Da auch Paul Katzer im 2. Match gegen Herfort nach solidem Spiel gewinnen konnte(2.5 : 1.5/479 : 470)führte nun Einheit mit 2.5 : 1.5 MaP und nährte natürlich die Hoffnung auf mehr an diesem „denkwürdigen“Nachmittag. Die Spannung stieg und alle fieberten mit unseren beiden Startern Susen Röschel und Heiko Kruse um die Wette,die im letzten Abschnitt antraten. Während Susen gegen Dirk Tafelski keine Mühe hatte und sicher siegte (4 : 0/503 : 452),musste Heiko die Konzentration hoch halten,um gegen M.Gräfe nicht unter die „Räder“ zu kommen. Dies gelang ihm sehr gut ,ohne zu diesem Zeitpunkt überhaupt zu wissen,wie eng es hätte werden Können (1 :3/492 : 499),denn durch den weiteren MaP,den Susen holte, standen bei Drebkau 3.5 Punkte und beim Gegner 2.5 zu Buche,was schließlich für unsere Mannschaft zu einem nicht erwarteten Erfolg reichte,da Heiko unser inzwischen erreichtes Kegelplus festhielt Somit endete der Wettkampf mit 5.5 : 2.5 Punkten bei erreichten guten 2930 : 2922 Kegel für Einheit Drebkau. ​ Bei diesem Ausgang wird sehr deutlich,welche Bedeutung die „Mehrholzregel“besitzt,wenn diese zur Anwendung gekommen wäre.So hätten in diesem Fall 9 Kegel für die Gäste gereicht,um zu siegen,da sie dann mit den 2 Kegelpunkten auf 4.5 MaP gekommen und Einheit bei 3.5 MaP geblieben wäre. Auch die Gäste verdienen ein Lob für ihr faires Auftreten.Sie trugen wesentlich zu dieser spannenden Auseinandersetzung bei. Es bleibt nur zu hoffen,dass dieser Wettkampf und vor allem die von allen Aktiven gezeigte Moral Ansporn für die weiteren Spiele sein wird. Gut Holz!

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